zur Person

Über Frau Prof. Kaczmarczyk…
Curriculum vitae
Prof. Dr. med. Gabriele Kaczmarczyk, 1939 in Berlin geboren, studierte Romanistik und Literaturwissenschaft in Hamburg, dann Humanmedizin in Freiburg und Wien.
Sie promovierte 1964.
Nach dem ECFMG, dem amerikanischen Staatsexamen für Ausländerinnen, arbeitete sie als Rotating Intern in Atlantic City, USA im Rahmen der Ventnor Foundation, New Jersey.
Anschließend absolvierte sie die Fachärztinnenausbildung für Anästhesiologie im Klinikum Charlottenburg der Freien Universität Berlin und habilitierte sich 1979 für das Fach „Angewandte Physiologie“.
Von 1974 bis 2004 forschte sie über die Regulation des Salzwasserhaushaltes und des Kreislaufs,
1983 wurde sie zur außerplanmäßigen Professorin ernannt und lehrte auf den Gebieten Atmung, Salz-Wasser-Haushalt und Kreislauf.
Sie folgte zahlreichen Ein-ladungen zu Forschungsaufenthalten und Vorträgen in die USA und publizierte vorwiegend im amerikanischen Schrifttum (Publikationsverzeichnis).
1994-2004 war sie stellv. Vorsitzende der Forschungskommission bzw. Direktorin für Forschung und Mitglied des Fakultätsrates. Die eigene Forschungsgruppe leitete sie von 1996 bis 2004 und betreute 25 Promotionen und 3 Habilitationen.

1990 wurde sie zur ersten Frauenbeauftragten des Klinikum Charlottenburg der Freien Universität gewählt und blieb in diesem Amt, z.T. als Stellvertreterin, bis zu ihrem Ausscheiden, ausgezeichnet mit der Verdienstmedaille der Charité 2004. Im Rahmen ihrer Tätigkeit wurde ihr vor allem die Benachteiligung von Frauen in ihrer medizinisch-beruflichen Karriere bewusst.
Sie stritt für die Beseitigung von struktureller und subtiler Diskriminierung von Frauen in der Medizin. Sie erreichte u.a. die Einrichtung einer Professur für „Frauenspezifische Gesundheitsforschung“. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes Frauengesundheit Berlin.

2005 gründete sie den internationalen Studiengang „Health and Society-International Gender Studies Berlin“ an der Berliner Charité. In diesem Studiengang erreichen jährlich 20 Studierende aus aller Welt den „Master of Science in Public Health“. Die Zielgruppe sind Frauen aus Schwellenländern, die in ihren Heimatländern Positionen im Gesundheitswesen bekleiden sollen.
In dieser Zeit entstand in Kooperation mit der Bundesärztekammer und dem BMBF das Buch Karriereplanung für Ärztinnen im Springer Verlag. Es folgten Seminare an deutschen und österreichischen Universitäten im Rahmen von Mentoring-Programmen für junge Ärztinnen, sowie workshops in Berlin (Schwanenwerder).

BVK300

2010 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz  verliehen.

Die Zunahme von weiblichen Studierenden in der Humanmedizin und die Annahme, dass auch Führungspositionen der Medizin mehr und mehr von Frauen besetzt werden müssen, resultierte in der Abfassung eines Führungshandbuches für Ärztinnen – Gesunde Führung in der Medizin, Springer Verlag zusammen mit Dr. Ulrike Ley.

Mit ihr und drei Berliner Chefärztinnen startete sie 2012 die Internet-Aktion „Pro-Quote-Medizin“ kontakt@pro-quote-medizin.de.
http://pro-quote-medizin.de/

 

 

Sie ist nunmehr Gastprofessorin an der Charité, was ihr auch Zeit für den Jacobsweg ließ.

Jacobsweg3

 

Updates:

Im Oktober 2013 wurde Frau Professor Dr.med. Gabriele Kaczmarczyk in Berlin mit grosser Mehrheit zur 1. Vizepräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes gewählt.

Im November 2015 wurde Frau Prof. Kaczmarczyk in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für geschlechtsspezifische Medizin (DGesGM) gewählt.